Donnerstag, 22. März 2007

Hippe, hoppe Reiter

... wenn er über die Hose fällt, dann schreit er
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Muss das sein? ... Ja, ich meine dich ... Ja, genau DICH! ... Schau doch bitte nicht die ganze Zeit auf meinen Bildschirm ... JA, DICH MEINE ICH!

So, der ist weg! Hat echt genervt. Ich sitz hier gemütlich mit meinem Laptop in meinem Lieblings-Starbucks und die ganze Zeit schaute mir dieser „Ich bin so pseudo, ich bin so toll, ich kann ganz laut Rapmusik hören“-Fake-Hopper schon über die Schulter. Als der wegstolperte in seiner lustigen „Mein Arsch braucht Frischluft“-Hose, musste ich so lachen, wegen dem T-Shirt, das er an hatte, denn das ging dem echt bis zu seinen Knien. Hallo? Was er dazu nur sagen wird, wenn Mama ihm das Teil nächste Woche als Schlafanzug rauslegen wird?

Ich habe ja eigentlich nichts gegen HipHop. Viel Musik, die ich höre, kommt aus diesem Musikgenre. HipHop kann auch gerne mal hart sein und eine alternative Meinung haben – ich hab ja auch eine -, aber HipHop sollte doch bitte nicht die Müllhalde der Worte sein, die Britt, Oliver und Vera täglich hören. Dennoch kommt das Gefühl auf, dass genau DAS HipHop ist. Von den Fake-Hoppern als Anti-Haltung gelebt und von den Medien mit den großen Buchstaben Oma-gerecht als Musik der Assis vermarktet, ist dies die Meinung der Mehrheit.

Das klingt fast so, als wären die Hopper die modernen Punks? War in den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern – Ich klinge ja schon wie einer diese Ansagen von diesen Dudelradios – der Punk der Anti, der gegen alles und jeden war und einfach mal seinen Mittelfinger rausstreckt, ist heute der gemeine – liebe Fake-Hopper, falls ihr mitlest: Damit meine ich „normale“ und nicht „böse“ – HipHop-Konsument doch jemand, der sich gegen den Rest der Gesellschaft mit seiner kleinen Randgruppe verbündet hat.

Für mich ist klar: Auch ein Hopper kann ein netter Mensch sein. Da spricht echt nichts dagegen, aber meist scheitern Kommunikationen mit einer solchen Person daran, dass sie nur eine Meinung – nämlich gar keine – und keinen Bock auf Sachen außer kiffen und chillen haben.

Klar, ich kenne auch nette HipHopper, die sich fortbilden, was aus sich machen wollen und einfach dieses Lebensgefühl leben und lieben, aber wie bei den Punks, die entweder auf den Bahnhofsplätzen, in den Parks oder sonst wo in den Städten dieser Welt negativ auffallen, sind es halt immer die Deppen, die das Image prägen.

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4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Du sprichst mir echt aus der Seele, dein Blog ist total supi und ich bin immer genau deiner Meinung!

Tschaui!

Anonym hat gesagt…

Richtig beobachtet - es gibt solche Hopper und solche. Leider fallen die "negativen" Beispiele mehr auf. Aber ich als "Rocker" höre mittlerweile über Freunde einiges an HipHop. Und nach dem - oberflächlichen - Eindruck, den ich bisher gewonnen habe, gibt es doch einen großen Unterschied zwischen, sagen wir mal, RAG und Sido. Man kann ja auch nicht Grönemeyer und Marilyn Manson in einen Topf schmeißen.

Trotzdem: Seltsamerweise hören die Typen (und Typinen) mit den lautesten Kopfhörern immer die schlechtesten Raps.

Ilona hat gesagt…

hey - kann mich dem ersten eintrag nur anschließen - mir sprichst Du ebenfalls aus der seele... bin zufällig auf Deinen blog gestoßen und konnte nicht aufhören zu lesen bis ich beim ersten posting angekommen war :) weiter so...

gruß, ilona

Sebastian Hensel hat gesagt…

Danke ihr beiden! So Kommentare sind immer die schönsten! :)