... oder: Das Second Life eines Reallife-Hassers
Momentan macht vielerorts die Computersimulation “Second Life” die Runde. Hier mal geschicktes Marketing, da eine Sendung mit dem „Spiel“ als Thema und hier ein Artikel dazu. Mittlerweile kennt „Second Life“ eigentlich jeder, der ein bisschen was für das Internet und Computer übrig hat.
Aber stellen wir uns doch mal die Frage: Ist nicht unser "Second Life" das „Reallife“ vieler PC-Kiddies, die Nachmittags lieber ein paar Bomben unter der Counterstrike-Bevölkerung verteilen. Es scheint so, denn man merkt richtig wie diese jungen Burschen versuchen ihr virtuelles Leben mit dem unsrigen zu kombinieren und das mit Erfolg, der eine Mischung aus Schmunzlern und Angst auslöst.
Da laufe ich nichts ahnend durch die Weltgeschichte und hinter mir brüllt doch glatt ein jugendliches Wesen: „Loooooooooooool, das ist ja so rofl!“ Ich will jetzt nicht als Hasser moderner Technik da stehen und finde die vier Israelis super, die ICQ aus dem Boden gestampft haben und mittlerweile das eine oder andere Milliönchen auf ihren Geldkarten spazieren tragen – keine Frage, aber gehören solche Worte wie lol, rofl, omg und 1337 wirklich in das „Reallife“?
Ich sag: Nö! Klar, kann man das ganze mit dem Worten „moderne Jugendsprache“ abtun, aber ist ein solcher Slang wirklich nötig oder viel mehr: Sind die Leute, die so etwas ins normale Leben transportieren nicht arm dran, denn wenn man den ganzen Tag nur den Computer nutzt und sonst nichts macht, dann verliert doch das Leben die wirklich interessante Seite und das ist schade und daher:
mu55 D42 wirkliCh 53In? n3In, 0D3r?
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